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23.11.2017 | 19:27

Tag 1:
Nach zahllosen Besprechungen und Vorbereitungen trafen wir uns am Donnerstag, den 09.Mai 2013, um 8.30 Uhr an der Schulsporthalle in Oberstenfeld. Von dort aus fuhren wir mit dem SKV-Vereinsbus sowie diversen Privatautos nach Wasseralfingen ins Judotrainingslager. Nach unserer Ankunft am Wasseralfinger Erzhäusle gab Thomas Gärtner, unser Cheftrainer und Teammanager, eine kurze Einweisung, bevor die Quartiere bezogen wurden. Während die Judokas eine lockere Trainingseinheit absolvierten, bereiteten die beiden mitgereisten Mütter das Mittagessen – Maultaschen in der Brühe mit grünem Salat – vor. Nach der Mittagspause unternahmen wir eine schweißtreibende und lustige Wanderung zum Steinbruch, um das bis dahin noch schöne Wetter auszunutzen und Kalorien abzubauen. Es folgte eine gemütliche Kaffeepause, und dann ging es wieder auf die Matte, damit sich vor allem unsere Prüfungsanwärter auf die am Ende des Trainingslagers angesetzte Prüfung vorbereiten konnten. Zum Abendessen waren alle ausgepowert. Nach einer Guten-Nacht-Geschichte konnten die Kinder friedlich in ihren Schlafsäcken auf den Judomatten einschlafen. Die Erwachsenen mussten erst noch in geselliger Runde einen Schlummertrunk zu sich nehmen, um die nötige Bettschwere zu erhalten.

Tag 2:
Nach einer anstrengenden Nacht fiel der am Freitagmorgen geplante Frühsport aus. So ging es zur Freude vieler unmittelbar zum Frühstück über. Außerdem mussten wir pünktlich um 9 Uhr bei der Einfahrt zum Wasseralfinger Bergwerk „Tiefer Stollen“ sein. An der Pforte angekommen erhielten wir Schutzhelme, Kleidung und eine kurze Einweisung. Mit einem Zügle fuhren wir dann ins Bergwerk ein. Bei der Führung erfuhren wir alles Wissenswerte über die Eisenerzgewinnung in der Region. Nicht nur die Kinder fanden es aufregend. Bevor wir zum Mittagessen Rote Wurst mit Brötchen genießen durften, legten wir noch eine Trainingseinheit ein. Nach kurzer Mittagsruhe wurde weitertrainiert, während die Helferinnen zunächst das Schlachtfeld vom Mittagessen beseitigen und gemeinsam Einkäufe tätigten. An dieser Stelle ein Lob an unser aufopferndes Küchenpersonal Andrea Hübner und Lilly nebst René Lauenroth. Das mitgereiste Lehrteam hatte auf der Matte allerhand zu tun. Doch die Vorbereitung für die Judoprüfung lief sehr gut. So durften die sieben Prüfungsanwärter ihr Können schon einmal unter Prüfungsbedingungen demonstrieren. Für die Betreuer und Helfer wurde es am Abend wieder feuchtfröhlich.

Tag 3:
Der Samstagmorgen begann analog zum Vortag. Die Kinder waren früh wach, während sich die alten Langschläfer von den Matratzen quälten. Nach dem gemeinsamen Frühstück ging die ganze verrückte Bande ins Wellenbad nach Ellwangen. Dort konnten sich die kleinen und ganz großen Kinder richtig schön austoben, bevor es gegen 14 Uhr im Erzhäusle leckere Schnitzel mit Kartoffelsalat gab. Gleich nach dem Mittagessen erhielten die Kleinen eine Trainingseinheit bei unserem Gasttrainer Günther Öttwös. Er brachte ihnen einige fiese Tricks im Bereich Judo-Selbstverteidigung bei, die sie hoffentlich nicht zuhause anwenden. Die Erwachsenen erhielten danach eine Lektion in Sachen Entspannung und Steuerung der inneren Energie (Tai-Chi). Es war eine wirklich interessante Abwechslung. Hinterher hat sich unser Cheftrainer Thomas Gärtner mit seinem Lehrteam (David Klaudt, Patrick Reichle & Mirko Hübner) einige Techniken bei den Prüflingsanwärtern angeschaut und ihnen den letzten Feinschliff verpasst. Thomas war schnell zufrieden, sodass wir dann noch eine ausgedehnte Spielerunde einlegen konnten, ehe es zum Abendbrot überging und für die Kinder schließlich ins Bett, die für ihre Prüfung am letzten Tag ausgeschlafen sein sollten. Die Erwachsenen durften wieder etwas länger aufbleiben.

Tag 4:
Sonntag, der Tag der Prüfung und Abreise, begann und so mancher saß müde beim Frühstück. Doch es half nichts, wir mussten unsere Sachen zusammenpacken, die beiden Frauen Putzlappen und Kehrbesen schwingen und die Prüflinge (unsere glorreichen Sieben) zur Prüfung antreten, welche unser vereinseigener Prüfer Thomas Gärtner abnahm. Alle fieberten mit, und jedem war die Aufregung deutlich anzusehen. Zunächst durften die Prüflinge ihre gelernten Techniken demonstrieren. Anschließend gab es einige wilde und beeindruckende Kämpfe zu bestaunen, bei denen auch Nichtprüflinge wie Nico Meder und Sascha Heinz mit in Aktion zu sehen waren. So durfte auch unser jüngster Judoka Lars Hübner (5 Jahre) einige Kämpfe bestreiten. Mit scheinbarer Leichtigkeit zwang er einen fast doppelt so großen Braungurt auf die Matte, der sich anschließend trotz großer Bemühung nicht aus dem Haltegriff befreien konnte. Dafür erhielt er für seinen Kinder-Judopass die Aufkleber in der Kategorie „Mut“ und „Respekt“, um bald seinen zweiten Aufnäher auf der Judojacke tragen zu dürfen. Auch die Trainer der Kleinen (Saskia Schmid und Mirko Hübner) durften ihr kämpferisches Talent unter Beweis stellen.Wir gratulieren den glorreichen Sieben recht herzlich zu ihrer bestandenen Prüfung. Gelbgurt gab es für Sara Hofmann, Felix Hofmann, Niels Hübner, Joana Frühwirth und Julian Strohecker. Den Orangegurt erhielt Sem Massa. Und Saskia Schmid konnte sich über den Orange-Grün-Gurt freuen. Nach der Prüfung verpackten wir all unsere Sachen wieder in die Autos und es ging in Richtung Heimat. Schade! Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja bald wieder ein solches lehrreiches, spannendes und geselliges Trainingslager.


Wenn wir die Kleinen heute fragen, was ihnen dort am besten gefallen hat, dann kommt oft als Antwort, das sei die abschließende Prüfung gewesen, oder wie die Kleinsten die Größten auf der Judomatte bezwangen. Interessant fanden viele auch die gemeinsam angeschaute Video-DVD, auf der sämtliche Judowürfe vorgeführt und in spektakulären Wettkampfsituationen gezeigt wurden.
Die Judo-Abteilung des SKV-Oberstenfeld bedankt sich recht herzlich bei den helfenden Eltern, die uns bei der Betreuung der Kids unterstützten. Dank auch an die Eltern, die uns großzügig mit Kuchen, Marmelade und Nutella versorgten. Ein besonderer Dank gilt unserem Küchenteam Andrea Hübner und Lilly nebst René Lauenroth. Unser letzter Dank geht an folgende Firmen für ihre großzügigen Spenden: Firma Rietenauer Mineralquellen, die uns mit Getränken versorgte, Firma Huober Brezel für ihre tollen Naschereien und Firma Frieslandcampina für die vielen leckeren Puddings und Joghurts.

Mirko Hübner & Thomas Gärtner

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