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23.11.2017 | 19:33

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Radtour der Freizeitsportabteilung - Alles mit eigener Kraft

30.08.2012 12:12 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Freizeitsport, Hauptverein

 

Eine bunte Girlande windet sich über den Burgenweg. Mal geschwätzig in Doppelreihe, mal konzentriert im „Gänsemarsch“, aufgereiht wie Perlen auf eine Kette gleitet sie dahin. „Achtung Gegenverkehr“ mahnt eine Stimme an der Spitze des Lindwurms, seltener schallt es vernehmlich vom Ende her „Achtung Überholer“. Es ist Anfang August, Radfans aus Oberstenfeld, Mitglieder der SKV-Freizeitsport-Gruppe sind wieder unterwegs auf ihrer mit Ungeduld erwarteten alljährlichen Drei-Tage-Tour.

Alles mit eigener Kraft war diesmal die Devise, mit der die beiden erfahrenen Tourguides Klaus Reble und Peter Neumann die diesjährige Route akribisch vorbereitet hatten. Waren noch in die Touren der vergangenen Jahre Zugfahrten eingeplant, so galt es heuer die etwa 215 km-Rundfahrt ohne solche Bequemlichkeiten zu meistern.

Erwartungsvollen trafen sich die 19 Teilnehmer am Freitagmorgen mit großem Hallo am Bürgerhaus in Oberstenfeld um dann über Beilstein, Heinriet und Willsbach auf den Burgenweg zu stoßen. Begleitet von Weinbergen im Norden und Waldhängen im Süden strebten die Radler nach einem kleinen 2. Frühstück dem schönen Öhringen zu, wo der beschauliche Hofgarten mittags zum Verweilen einlud.

Vorbei am Hohenlohemuseum Schloss Neuenstein führte der Weg zum reservierten Grillplatz am Ufer des Epbachs, wo bald so manches über dem mitgebrachten Holz brutzelte. Nach einem vielstimmigen Geburtstagsständchen traten die Radler wieder in die Pedale, umfuhren Waldenburg weiträumig, um bei Untermünkheim das Kochertal und über Braunsbach das Nachtquartier Schloss Döttingen zu erreichen.

Nach edler Verpflegung und fürstlicher Nachtruhe holte der erste“ Plattfuß“ die Teilnehmer wieder in die Wirklichkeit zurück und verzögerte die Abfahrt. Doch rasch wurde der Schaden von den Guides mit viel Fachkenntnis behoben und das anschließende Genussradeln entlang des Kochers machte den kurzen Zwangsaufenthalt schnell vergessen.

Aber schon in Kocherstetten hieß es „raus aus dem Tal, rein in die Pedale, rauf auf den Berg“. Um ins Jagsttal hinüber zu wechseln galt es auf etwa 2 Kilometern

200 Höhenmeter zumeistern, den schwierigsten Teil der Tour. Von der 450 m hohen Hochebene stürzte sich nun die Meute talwärts gen Unterregenbach um fortan der Jagst zu folgen. Beschauliche Dörfer, erntereife Getreidefelder, schattenspendende Wälder und saftiggrüne, storchbevölkerte Talauen säumten den Weg – und bald auch wieder Weinberge. Über steinalte Brücken, vorbei an beschaulichen Flussbadeplätzen und einladenden Biergärten erreichten die Freizeitsportler über Krautheim das Kloster Schöntal, um nach kurzer Rast und zweitem Plattfuß das Nachtquartier in Möckmühl anzusteuern.

Der letzte Reisetag versprach Regen in der 2. Tageshälfte und gesteigerte Sitzbeschwerden ganztägig. Jedoch nur letzteres traf ein. Gestärkt nach ausgiebigem Frühstück rollte die Truppe entlang des Unterlaufs der Jagst dem Neckartal zu, um bei Bad Friedrichshall auf den Neckartalradweg zu stoßen. Vorsorglich wurden auf dem restlichen Heimweg mehrere Fluchtpunkte angelaufen, falls es doch regnen sollte.

Aber die Regenjacken konnten in den Satteltaschen bleiben und die Radler erreichten über Neckarsulm und Heilbronn den vertrauten Schotzachtalradweg.

Natürlich versprachen sich die Teilnehmer beim gemütlichen Abschluss in Beilstein, nächstes Jahr wieder mit von der Partie zu sein.