Sie sind hier: Handball > News
DeutschEnglishFrancais
24.11.2017 | 14:01

Nächstes Spiel

 vs.
So. 15.12.2017 - 20.30 Uhr
SKV - SV Fellbach
Sporthalle Bäderwiesen


Veranstaltungslink

Spiele & Ergebnisse

News

MZ-Presse: "Trotz Debakel: Wir sind stolz auf unseren Adi"

27.01.2011 13:14 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Handball, Hauptverein

Von: Julia Spors - Marbacher Zeitung

Deutschland hat es vergeigt. Darin sind sich seit diesen Tagen alle einig. Denn so schlecht wie bei dieser Handball-WM in Schweden hat man das DHB-Team selten gesehen. Für einige Oberstenfelder war es dennoch eine schöne Weltmeisterschaft. Denn ihr "Adi" war dabei. Und hat sich auch noch gut präsentiert. "Er hat seine Chance genutzt", sind sich Günther Pfahl und viele Mitglieder des SKV Oberstenfeld am Dienstagabend in der Sporthalle "In den Bäderwiesen" einig. Gemeinsam haben sie beim Public Viewing alle deutschen Spiele auf einer Leinwand verfolgt und dabei besonders auf den ehemaligen SKV-Handballer Adrian Pfahl geachtet - die Mimik interpretiert, die Pässe analysiert und die Tore und Einsatzzeiten bejubelt.

"Jetzt wird's aber Zeit", ruft Traudl Wirth am Dienstagabend beim Spiel gegen Norwegen, als Holger Glandorf nach 15 Minuten verletzt vom Feld humpelt und sich Adrian Pfahl auf der deutschen Bank die Trainingsjacke von den Schultern streift. Keine zwei Minuten später zappelt der Ball auf der Leinwand im Netz und die Oberstenfelder jubeln. "So macht man das", wirft Rolf Widmann nach dem Tor von Adrian Pfahl in die Runde, und alle nicken. Allen voran Günther Pfahl, der Vater des Nationalspielers. Mit dem Aufwärm-T-Shirt seines Sohnes sitzt er ganz entspannt vor der Leinwand und verfolgt jeden Pass aufmerksam. "Da fehlt das richtige Zusammenspiel. Alles sind nur Einzelaktionen", analysiert er, und die anderen stimmen zu. "Das Team ist zu statisch. So wird das nichts", prophezeit Herbert Höss bereits Mitte der ersten Halbzeit.

Als Adrian Pfahl nach einer Auszeit in der 24. Minute das Feld in Jönköping wieder verlassen muss, sind alle erstmal durcheinander. "Hat ihm Heiner Brand nicht gerade noch Anweisungen gegeben?", fragt Wolfgang Wirth verwirrt in die Handballer-Runde. "Ja", stimmen Günther Pfahl und Traudl Würth zu und schütteln den Kopf. Warten ist wieder angesagt - auf den nächsten Einsatz von ihrem "Adi". Erstmal ist aber Pause, und in der sind sich alle schon mal in einem einig: "Es ist eine tolle Sache, dass ein Oberstenfelder es so weit geschafft hat. Natürlich schauen wir dadurch ganz anders auf die Spiele", erklärt der SKVler Herbert Höss, der auch 2007 schon die WM in der Oberstenfelder Sporthalle verfolgt hat. "Was ärgert, ist, dass es immer heißt ,der gebürtige Bietigheimer'. Nie wird erwähnt, dass Adrian aus Oberstenfeld kommt", moniert er. Bevor sich die Runde darüber aber zu sehr aufregen kann, geht es weiter. Mit Adrian Pfahl. Und der macht drei Minuten nach Wiederanpfiff sein zweites Tor. "Super", jubelt die Runde.

"Dem macht es trotzdem kein Spaß. Das sieht man am Gesicht", erkennt Günther Pfahl beim dritten Treffer seines Sohnes. "Zeig denen, wie es geht" - Rolf Widmann ist Feuer und Flamme, als der rechte Rückraumschütze sein viertes Tor erzielt. Danach ist das Spiel aber gelaufen - nicht nur für Adrian Pfahl, der wieder auf die Bank muss, sondern für das ganze Team. Für Deutschland werden die letzten Minuten vollends zum Debakel. "Das gibt es nicht", grummelt es. Jedoch nur kurz, denn was überwiegt, ist auch nach diesem Spiel wieder der Stolz auf einen von ihnen.

"Seine Autogrammkarte steht immer hier am Kiosk", wirft Traudl Wirth ein und blickt lächelnd zu dem kleinen Kärtchen mit der Unterschrift von Adrian Pfahl hinüber. "Wir in Oberstenfeld sind alle stolz auf unseren Adi", sagt sie, und die Runde ist plötzlich still. Alle nicken. "Er hat eine gute WM gespielt. Da gab es einige, die schlechter waren", sind sich die Experten einig. "Gegen Island hat er sein stärkstes Spiel gemacht", weiß Günther Pfahl. "Sein Problem war nur, als Neuling in eine Mannschaft zu kommen, in der es nicht läuft", analysiert Rolf Widmann. Vergeigt wie einige andere hat "Adi" es aber nicht. Darin sind sich in Oberstenfeld alle einig.

Quelle: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.marbacher-zeitung.de
Bild: Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterWerner Kuhnle