Sie sind hier: Handball > News
DeutschEnglishFrancais
20.2.2018 | 10:33

Nächstes Spiel

vs. 
Sa. 24.02.2018 - 20.00 Uhr
TSV Alfdorf - SKV
Sporthalle Alfdorf


Veranstaltungslink

Spiele & Ergebnisse

News

MZ-Presse:"Verletzungsmisere in der Vorbereitungsphase"

07.09.2011 22:50 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Julia Spors - Marbacher Zeitung

Bei den Landesliga-Handballern des SKV Oberstenfeld sind derzeit fünf Spieler verletzt. Sind sie aber wieder fit, möchte das Team oben mitspielen. An einen Wiederaufstieg denkt aber erstmal keiner. Der kann, muss aber nicht kommen.

Wer abgestiegen ist, möchte meist am liebsten den direkten Weg zurück nach oben nehmen. Der SKV Oberstenfeld stellt da keine Ausnahme dar. Jedoch geht man beim Handball-Landesligisten nicht ganz so offensiv an die Sache heran. "Natürlich möchten wir wieder zurück in die Württembergliga, aber was am Ende wirklich dabei heraus kommt, kann keiner sagen. Deshalb ist unser Ziel: So weit wie möglich vorne mitspielen", erklärt SKV-Trainer Marc Grams.

Sein Blick richtet sich dabei aber auch auf den bestehenden Kader. Und in dem sieht es momentan ziemlich schlecht aus. Gleich mehrere Spieler sind verletzt und werden beim Saisonauftakt nicht dabei sein können. Neuzugang Sven Fröhlich ist einer von ihnen. Der Mann auf Halblinks hat sich die Mittelhand gebrochen und wird dadurch etwas länger fehlen. Der zweite Neuzugang, Edgar Gneiding, hat sich im Training die Schulter ausgekugelt und musste operiert werden. Die ersten Partien kommen für ihn definitiv zu früh. Und auch mit dem Einsatz von Torhüter Nicolai Fasano wird es beim ersten Spiel voraussichtlich nichts werden. Er laboriert noch an einem Bänderriss. Patrick Kavaklioglu plagt sich mit Rückenproblemen herum und ist derzeit täglich beim Arzt. Bei Valentine Deseife ist außerdem ein Schleimbeutel im Knie geplatzt. Er wird aber rechtzeitig ins Training einsteigen können, glaubt Marc Grams. "Bis auf die Verletzungen ist die Vorbereitung aber sehr gut verlaufen", meint der Trainer fast schon mit Galgenhumor. "Im Moment arbeiten wir noch am Feinschliff."

Die Mannschaft selbst ist nicht eins zu eins mit der des vergangenen Jahres zu vergleichen, auch wenn die Akteure auf den Schlüsselpositionen geblieben sind. "Oleg Deiko, Alexander Schmid, Marc Ihlefeldt und Andreas Maier sind Aktivposten gewesen", erklärt Marc Grams. Das sollen sie jetzt auch in der Landesliga sein. Hinzu kommen ein Manuel Koch, der auf dem "aufsteigenden Ast ist", wie Grams sagt, sowie junge Spieler wie Valentin Deseife und Sven Büttner, die bereits vergangene Runde in der Württembergliga auf dem Feld standen. "Sie haben sich verbessert", sind die Trainingseindrücke des SKV-Trainers. Das Grundgerüst ist demnach bis auf den routinierten Michael Trefz bestehen geblieben, deshalb glaubt der Oberstenfelder Coach auch, dass seine Akteure die Abgänge von Christoph Knak, Benedikt Strozynski, Michael Raub, Jens Kruschhausen und Michael Trefz ersetzen können.

Im Tor hat Nicolai Fasano die Nase vorne - wenn er nach seinem Bänderriss wieder fit ist. Als zweiten Mann sieht Grams den A-Jugendlichen Sascha Neigel. "Er macht seine Sache gut", erklärt der Trainer, der aber auch weiß, dass mit Markus Doll kein Unbekannter als dritter Keeper bereit steht. "Ich denke, mit ihm haben wir eine gute Versicherung bekommen, aber ich möchte, dass Neigel die Rolle ausfüllt", macht Marc Grams deutlich.

Auf dem Feld ist das Team sehr variabel aufgestellt. "Die wenigsten Spieler sind auf eine Position festgelegt", erklärt der Coach. Auf Linksaußen können beispielsweise Marc Ihlefeldt, Alexander Schmid, Edgar Gneiding, Patrik Kavakglioglu oder der A-Jugendliche Tobias Selcho agieren. Ihlefeldt und Gneiding sind aber auch auf Mitte denkbar, ebenso wie Alexander Schmid. Am Kreis ist dafür Max Trampusch gesetzt. Valentine Deseife und Sven Büttner können aber auch auf dieser Position agieren und warten auf ihre Chance. "Alle drei sind komplett unterschiedlich. Sie stellen die Sperren anders. Das Gute: Sie können alle in der Abwehr spielen", analysiert Grams, der ganz genau weiß, was dem Team noch fehlt. "Wir haben keinen klassischen Rechtsaußen. Da variieren wir immer." Dafür hat er einige Akteure, die stets für Tore gut sind. Oleg Deiko beispielsweise, oder aber Ronny Graul und Andreas Maier. Auch die routinierten Alexander Schmid und Max Trampusch nehmen sich in brenzligen Situationen mal ein Herz - egal auf welcher Position. Wo sie stehen werden, wird sich von Spiel zu Spiel entscheiden. Nach Tagesform eben. Als einen Vorteil sieht Grams die variable Positionenbesetzung aber nicht an, wenn es darum geht, den Gegner zu verunsichern. "Aber wir können dadurch möglichst lange auf einem hohen Niveau agieren", sagt er.

Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wenn jetzt auch alle Spieler wieder fit sind, dürfte das aktuelle Ziel gar nicht so schwer zu erreichen sein.