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TVM-Presse: TV Mosbach - SKV Oberstenfeld 27:30 (13:17)

19.10.2011 17:44 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Männer 1

Von: TV Mosbach Handball

Das Normale ist eingetreten: Der TV Mosbach musste am Samstag in eigener Halle dem Aufstiegsfavoriten SKV Oberstenfeld mit 27:30 den Vortritt lassen. Allerdings hätte es nicht so kommen müssen, denn Mosbachs Handballer fielen die erste Halbzeit in alte Verhaltensmuster zurück. Emotionslosigkeit und Schläfrigkeit waren laut Dirk Förster die Ursache dafür.

Die Gäste aus dem Bottwartal starteten dank dieser beiden Tugenden der Hausherren erfolgreich in die Partie. Schnell legten sie durch Ronny Graul und Oleg Deiko ein 2:0 vor und behielten bis auf das 4:4 über das ganze Spiel die Führung inne. Mosbach wirkte bequem und behäbig und kam nicht in die Gänge. Das der SKV nicht davon zog waren lediglich Einzelaktionen von Patrick Mittmann und Jan Schupp zu verdanken. „Wir haben heute nicht das Feuer der ersten Spiele an den Tag gelegt und auch unser Konzept nicht umgesetzt.“ Bemängelte Manfred Geiger die Spielweise seiner Schützlinge. Bezeichnend dafür waren die Vorwärtsbewegung und das Wurfverhalten. „Wir sind ohne Druck in die Begegnung gegangen und haben es nicht geschafft Oberstenfeld mal zu beeindrucken.“ So Geiger weiter. Immer wenn die Hausherren im Angriff trafen bekamen sie hinten leichte Gegentore. So ging es über die Stationen 5:8, 9:12 und 12:15 mit einem 13:17 Halbzeitrückstand in die Kabine.

„Da war es sehr laut!! Ich hab meinen Spielern klar die Meinung gesagt und versucht sie wach zu rütteln. Das das dann eine Weile dauert war mir vorher klar.“ So Förster.
Zwar war der Blick der Hausherren zu Beginn der 2. Halbzeit geschärft, ein Erfolg stellte sich allerdings nicht ein. Das Gegenteil war der Fall: Der Favorit kam mit Feuer aus der Kabine und bestrafte jeden Fehler der Heimsieben sofort und gnadenlos. Innerhalb von sieben Minuten setzten sich die Männer von Marc Grahms auf 14:22 ab. Eigentlich Zeit für eine Auszeit, aber Förster entschied sich anders. „Ich wollte sie wecken und ein bisschen wütend machen.“ Kommentierte er den Ausgang seiner Diskussion mit dem Schiedsrichter. Er monierte die ungleichen Pfiffe der Herren in blau und bekam dafür den gelben Karton völlig zu Recht vor die Nase gehalten. Seine Jungs auf dem Spielfeld verstanden das Zeichen. Schlagartig waren sie wach und fighteten jetzt wie in den ersten Spielen. Der Aufstiegsaspirant zeigte sich beeindruckt und verlor den Faden. Da brachte auch Gram´s Auszeit keine Besserung. Die plötzlich aufgewachte Halle staunte nicht schlecht: Sieben Tore in Folge gelangen den Schupp und Co und die Begegnung war plötzlich wieder spannend.

Beim 21:23 fing sich der Favorit zwar wieder, aber die Kreisstädter hatten jetzt Blut gelegt und ließen auch beim 22:26 nicht locker. In der 55. Minute hatten sie die Männer aus dem Bottwartal soweit: Eine Parade vom starken Michael Goertz im Tor ermöglichte den Ausgleich. Und als im Gegenstoß Oberstenfelds Abwehrchef Max Trampusch seine 3. Zeitstrafe kassierte war ein kleines Wunder greifbar. Jan Schupp übernahm die Verantwortung und traf zum Ausgleich. Allerdings leuchtete der nicht auf der Anzeigentafel, denn die Schiedsrichter hatten was dagegen. „Warum sie da gepfiffen haben wissen sie nur selbst. Schupp kriegt einen Schlag ins Gesicht, trifft trotzdem und Oberstenfeld erhält den Freiwurf.“ Monierte Förster. Den führten die Gäste schnell aus und trafen. Beim 27:28 bekamen die Hausherren nochmals die Chance zum Ausgleich. Erneut übernahm der Kapitän die Verantwortung, scheiterte diesmal jedoch an Nicolei Fasano im Gehäuse der Gäste. Die machten dann mit einem Treffer von Graul zu Beginn der letzten Minute alles klar. Zwar ging der TV noch einmal hinterher, doch der an diesem Abend beste Heimtorschütze, Patrick Mittmann, scheiterte und ließ sich frustriert zu einer unschönen Geste in Richtung Schiedsrichter hinreißen. Diese stellten Mittmann mit Rot vom Platz und das hat Konsequenzen. „Da kommt sicher eine Sperre. Wir wissen, dass MC ein absoluter Heißsporn ist, aber das darf ihm auf keinen Fall passieren.“ Am Ende standen die Männer vom Hammerweg nur noch zu dritt auf dem Parkett und mussten acht Sekunden vor dem Ende Treffer Nr. 30 hinnehmen.

„ Wir haben das Spiel wegen unserer desolaten ersten Halbzeit völlig zu recht verloren und das hätte wahrlich nicht sein müssen. Unser Gegner hat verdient gewonnen, aber wenn wir von Anfang an da gewesen wären, ich bin mir sicher, dann hätten wir jetzt zwei Punkte mehr auf der Habenseite. Schade, aber nicht zu ändern. Wir müssen nach vorne schauen und es wieder besser machen. Schade auch, dass uns unsere Zuschauer in der ersten Hälfte stimmungsmäßig im Stich gelassen haben. Da war Totenstille in der Halle. Wir sind Handballer und leben vor allem von unserem Kampfgeist und unseren Emotionen. Und wenn da die Halle mit 200 Leuten gut gefüllt ist und man nur die Gästefans hört, dann ist das der Sache nicht dienlich!“ Lautet Försters Fazit zu dem Spiel.

Für den TV Mosbach spielten: A.Wieder und M.Goertz im Tor, T.Kledzinski 1, J.Schupp 5, T.Blasmann 1, M.Gehring 1, L.Hoffmann 1, P.Mittmann 9/2, M.Grimm 3, C.Jurk, S.Heiss 5, K.Gärtner

Quelle: TV Mosbach Handball