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MZ-Presse:"Wechsel nach Hamburg muss noch warten"

31.05.2012 23:53 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Handball, Hauptverein

Von: Lars Laucke - Marbacher Zeitung

Der Ex-Oberstenfelder Adrian Pfahl bleibt noch ein Jahr bei Handball-Bundesligist VfL Gummersbach.

Beim SKV Oberstenfeld lernte Adrian Pfahl einst das Handballspielen, bald wird der Linkshänder nun bei einer der Topadressen Europas auflaufen, dem HSV Hamburg. Allerdings erst ab der Saison 2013/14. Pfahls Wechsel vom Bundesliga-Konkurrenten VfL Gummersbach zum Deutschen Meister von 2011 stand bereits seit längerem fest. Nur war nicht klar, ob er seinen bis Juni 2013 laufenden Vertrag erfüllen oder doch bereits in diesem Sommer gehen würde. Denn die Hanseaten brauchen einen Ersatz für den Polen Marcin Lijewski auf der rechten Rückraumposition. Und wurfgewaltige Linkshänder wie eben Adrian Pfahl sind rar gesät. Immerhin liegt Pfahl zwei Spieltage vor Schluss auf Rang drei der Bundesliga-Torschützenliste. Doch nun ist sicher: Der knapp 30-Jährige wird noch ein Jahr im Bergischen bleiben. Gezwungenermaßen? „Nein, mir wäre beides recht gewesen“, widerspricht Pfahl. Allein schon wegen der Kinder sei es gut, „dass wir ein Jahr Zeit haben, um den Umzug zu planen“.

Nicht wie geplant verlief die zu Ende gehende Saison für seinen VfL Gummersbach. „Auf so eine Hinrunde können wir in Zukunft gerne verzichten“, kommentiert Pfahl die erste Saisonhälfte, die Gummersbach auf dem vorletzten Platz abschloss. „Umso schöner, dass wir dann noch eine so gute Rückrunde gespielt haben und die Saison nun als Neunter oder Zehnter beenden werden und sogar noch ein Europapokal-Finale spielen durften.“ Dass der VfL diesen EHF-Pokal nach drei Triumphen in Folge letztlich an Ligakonkurrent Flensburg verlor, sieht Pfahl eher gelassen: „Da waren unsere Chancen eh sehr gering. Im Endeffekt können wir mit dieser Saison doch noch zufrieden sein.“

Über die ab Juli 2013 anstehende Zeit beim HSV Hamburg und die sportlichen Perspektiven will Adrian Pfahl hingegen noch nicht nachdenken: „Ich bin froh, dass meine Zukunft gesichert ist, aber ansonsten denke ich noch nicht so weit. Das wäre auch unfair gegenüber dem VfL Gummersbach, dem ich sehr viel zu verdanken habe.“ Zumal im Moment eh noch ein anderes Ereignis im Fokus steht: Die WM-Qualifikation mit der Nationalmannschaft gegen Bosnien-Herzegowina am 9. Juni in Stuttgart und am 17. Juni in Sarajevo. „Wir wollen unbedingt zur WM 2013. Das wird ziemlich hart, zumal es ja nur ein paar Tage nach Ende der Bundesliga ist“, blickt Pfahl voraus. Erst danach könne man schauen, wie die weitere Perspektive der zuletzt so arg gebeutelten DHB-Auswahl aussieht.

Wesentlich positiver, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, lief es zuletzt für Adrian Pfahls Ex-Club SKV Oberstenfeld. Denn der ist in der abgelaufenen Spielzeit in die Württembergliga aufgestiegen. Was Pfahl durchaus verfolgt: „Ich telefoniere viel mit meiner Familie, und mein Vater erzählt mir dann immer, wie es in Oberstenfeld läuft. Die Württembergliga ist optimal für junge Spieler, um sich zu entwickeln. So war es bei mir ja auch.“ Und Adrian Pfahl hat es immerhin in die Bundesliga und ins Nationalteam geschafft.