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MZ-Presse:"Sport für die Kids – Nachwuchs für die Vereine"

27.10.2012 10:37 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Jugend

Von: Lars Laucke - Marbacher Zeitung

Wenn rund 25 000 Zweitklässler durch die Sporthallen im Land laufen, springen und vor allem Bälle fangen und werfen, dann ist Grundschulaktionstag des Handballverbandes Württemberg (HVW). Seit 2009 gibt es diese Aktion, dieser Jahr sind unter anderem die Quellen-Grundschule in Marbach-Rielingshausen, die Grundschule Benningen, die Schule an der Bottwar in Steinheim-Kleinbottwar sowie die Lichtenbergschule in Oberstenfeld zusammen mit der Grundschule Gronau mit dabei gewesen.

„Unsere Schule nimmt schon von Beginn an teil. Das ist eine tolle Aktion, und es ist für uns schon selbstverständlich, dass wir da gemeinsam mit der HSG Neckar wieder mitmachen“, sagt Karin Falschebner, Konrektorin der Grundschule Benningen und Klassenlehrerin einer der beiden zweiten Klassen. „Das hat sich bei uns schon so gut eingespielt, wir müssen eigentlich nur noch den Termin und den Treffpunkt koordinieren.“ Wobei es für die Verantwortlichen auf Vereinsseite dieses Jahr etwas komplizierter geworden ist. „Die HSG Neckar besteht ja aus drei Vereinen. Bei den Minis – und die Zweitklässler gehören da ja vom Alter her rein – sind wir noch in die drei Stammvereine unterteilt. Dieses Jahr machen nun auch Freiberg und Hoheneck erstmals beim Aktionstag mit. Daher mussten wir die Helfer schon etwas besser koordinieren“, erklärt Denis Heim, der selbst in der ersten Männer-Mannschaft der HSG Neckar in der Bezirksliga spielt.

Insgesamt sieben Helfer stehen an den einzelnen Stationen parat. Neben werfen, fangen und prellen stehen natürlich auch allgemeine Motorik- und Koordinations-Übungen wie Seilspringen oder Balancieren auf dem Programm. „Die Übungen stammen aus einem Vorschlags-Katalog des HVW, manche haben wir aber auch altersgerecht abgewandelt. So würden die Kinder es nicht schaffen, mit den Füßen auf einem kleinen Kasten Liegestütze zu machen, da gäbe es eher platte Nasen“, schmunzelt Heim. Also muss lediglich mit den Händen auf dem Kasten eine Runde gedreht werden. Schließlich soll es vor allem Spaß bereiten und keine Schmerzen. Denn die Aktion dient den Vereinen auch als Möglichkeit, Nachwuchs anzuwerben. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl unserer Minis nach den Aktionstagen immer deutlich angestiegen“, kann Denis Heim berichten. Er hofft, dass auch dieses Jahr wieder einige der rund 50 Kinder über den Handballaktionstag den Weg zu den Minis vom TSV Benningen finden.

Ähnlich sieht die Sache in der Sporthalle in Oberstenfeld aus, in der sich sogar 72 Kinder der Lichtenberg-Grundschule sowie der Grundschule Gronau tummeln. „Wir haben zwar das Glück, dass unsere Mini-Gruppe der Sechs- bis Achtjährigen mit rund 20 Kindern schon ziemlich groß ist. Aber man kann gar nicht breit genug aufgestellt sein“, sagt Christine Gau, die beim SKV Oberstenfeld diese Altersklasse trainiert. „Einige der Kinder kenne ich daher schon. Aber es wäre schön, wenn noch ein paar den Weg zu uns in den Verein finden würden. Hier bekommen die Kinder einen guten Einblick in den Handball. Die Übungen sind ja zum Teil die gleichen, die später auch bei den Spieltagen bis zur E-Jugend absolviert werden.“ Unter den zehn Helfern vom SKV Oberstenfeld tummelt sich auch Oleg Deiko, Rückraum-Spieler des Oberstenfelder Württembergliga-Teams. Vielleicht wird einer der Jungs in der Halle ja mal sein Nachfolger.

Etwas weniger los als in Benningen und Oberstenfeld ist in Rielingshausen und Kleinbottwar. Die 23 Zweitklässler der Quellen-Grundschule werden von fünf Helfern der HSG Marbach/Rielingshausen betreut. Zum zweiten Mal macht die Schule beim Aktionstag mit. Und in der Schule an der Bottwar ist die zweite Klasse aufgrund vieler Krankheitsfälle so dünn besetzt, dass kurzerhand noch die Erstklässler mit dazugeholt werden. „Wir sind eine Schule mit sport- und bewegungsintensivem Schwerpunkt und haben zum Beispiel vier statt drei Sportstunden pro Woche. Bei uns hat der Sport einen sehr hohen Stellenwert“, erklärt Schulleiterin Renate Väth. Seit über zehn Jahren schon gibt es eine Kooperation mit der HG Steinheim-Kleinbottwar. Immer am Donnerstagnachmittag wird hier von der HG Handball-Training angeboten – kostenlos und ohne Vereinszugehörigkeit. Timo Peter, Trainer der HG-Frauen, ist daher auch nicht unbedingt auf Nachwuchs-Suche: „Die Kinder, die sich für Handball im Verein interessieren, haben wir durch die Kooperation eigentlich schon abgeholt.“ Trotzdem ist es für ihn selbstverständlich, dass die HG seit Jahren beim Aktionstag dabei ist. „Letztlich geht es doch um eins: Die Kinder sollen sich bewegen und Spaß haben.“