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Spannung bis zur letzten Sekunde

14.12.2014 17:05 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: trgi

Vor dem Spiel wäre wohl jeder Oberstenfelder mit einer Punkteteilung zufrieden gewesen, nach dem Spiel ärgerten sich Spieler und Fans aber über einen verlorenen Punkt. 31:31 endete das Derby gegen die Weinsberger, die in der Spitzengruppe der Württembergliga Nord mitreden wollen und auf dem vierten Tabellenplatz noch in Lauerstellung liegen. Oberstenfeld sicherte sich mit dem Unentschieden im vorletzten Spiel der Hinrunde einen guten Mittelfeldplatz.

Aufgrund vieler Fehler lagen die Grün-Weißen zu Beginn schnell hinten. In Angriff und Abwehr agierte das Team nervös und überhastet, so dass es bereits nach 17 Minuten mit sechs Toren (6:12) im Rückstand lag. Doch dann kam der „Befreiungsschlag“: Nicolai Uhl pariert einen Angriff und leitet mit einem Pass übers ganze Feld den Konter ein. Fabian Nandelstaedt kann den Ball gerade noch fangen und glücklich im gegnerischen Tor unterbringen.

Es schien als hätten die Oberstenfelder nur auf diese Initialzündung gewartet, und auch das Publikum hatte etwas zum Schmunzeln, als Alexander Schmid, weil er keine Anspielstation fand, überraschend einen Schlagwurf aufs Tor riskierte und erfolgreich war. Tor um Tor holten sie auf und zwei schöne Konter von Philip Goller nach Abspielfehlern der Weinsberger sorgten für den 13:14-Zwischenstand. Jetzt war der Gegner nervös und Thorsten Salzer kassierte noch Sekunden vor der Halbzeit eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er Güngör Cakar nur noch durch Trikothalten bremsen konnte. Mit 15:16 wurden die Seiten gewechselt.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte fiel der Ausgleichstreffer und ehe alle Zuschauer wieder in der Halle waren, führte Oberstenfeld schon. Nach zehn Minuten betrug der Abstand schon zwei Tore und während die Fehlerquote der Weinsberger stieg, gelang es den Grün-Weissen nach 44 Minuten mit drei Toren in Führung zu gehen. Diesen Vorsprung verteidigten die Einheimischen trotz eines Zwischenspurts des Gegners (28:27/50. Min.) letztlich bis fünf Minuten vor Schluss. War es die Angst der Mannschaft vor dem Sieg oder waren es einfach nur ein paar dumme Fehler, aber in Minute 57 stand es nur noch 31:30. Eine Zeitstrafe überstanden die Grün-Weißen einerseits noch ohne Gegentor – dank guter Paraden von Nikolai Uhl – doch bringen sie andererseits auch nichts Zählbares zustande. 

Spannend bis zur letzten Minute blieb es: Nach der Auszeit von Trainer Paul Herbinger heben die Schiedsrichter den Arm zum Zeitspiel und Florian Koch muss sich den Wurf nehmen. Er scheitert und im Gegenzug gelingt Weinsberg der ein wenig unverdiente Ausgleichstreffer.

Die Vorzeichen zum Spiel waren ähnlich ungünstig wie vergangene Woche. „Wir haben seit Wochen nur sechs Feldspieler im Training. Am Dienstag wurde spaßeshalber schon gefragt, ob es jemanden gibt, der nicht hustet“, sagte Coach Paul Herbinger, der auch gegen Weinsberg auf Sebastian Sauerland verzichten musste. Florian Koch plagten immer noch Muskelschmerzen und die Verletzung von Fabian Nandelstaedt am Daumen hatte sich nach dem letzten Spiel verschlimmert. „Vielleicht gelingt uns ja trotz allem die Überraschung“, hatte Trainer Herbinger noch vor dem Spiel Optimismus ausgestrahlt. Und so war es vielleicht doch eher ein gewonnener statt ein verlorener Punkt gegen den in der Liga anerkannt starken Rückraum der Weinsberger.