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HN-Stimme-Presse: "Weinsberg vergibt Matchball"

20.04.2015 10:04 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Stephan Sonntag - Heilbronner Stimme

24:24-Remis im Derby zwischen dem TSV und dem SKV Oberstenfeld − Kampf um Relegationsplatz entscheidet sich am letzten Spieltag

Nein, gewinnen wollte der SKV Oberstenfeld dieses Spiel nicht mehr. "Wir haben gesagt: Keiner wirft mehr", verriet Sebastian Sauerland, "wir haben in dieser Saison schon drei Spiele in den letzten drei Sekunden verloren." So kam es gestern in der Weinsberger Weibertreuhalle zu der ungewöhnlichen Situation, dass die Gäste beim Stand von 24:24 in den letzten zehn Sekunden den Ball nur noch festhielten. Der eine Punkt reichte dem Team von Trainer Paul Herbinger um den Klassenerhalt in der Württembergliga endgültig zu sichern. Entsprechend fiel der Jubel bei der Schlusssirene aus.

Auf Weinsberger Seite wurde der eine Punkt eher zähneknirschend zur Kenntnis genommen. Schließlich wäre dank der zeitgleichen Niederlage der Bottwartaler in Bietigheim bei einem Sieg der Relegationsplatz unter Dach und Fach gewesen. Der Matchball blieb ungenutzt. So muss nun am kommenden Sonntag beim Tabellenvierten VfL Waiblingen mindestens ein Punkt her, um das erklärte Saisonziel zu erreichen. Bei einer Niederlage dürften wie im Vorjahr die Bottwartaler um den Oberliga-Aufstieg spielen. "Die Situation ist unverändert. Wir haben ein Endspiel in Waiblingen. Das hätte vor zweieinhalb Monaten niemand gedacht. Wir wollen unsere Serie von zehn Spielen ohne Niederlage verlängern", betonte TSV-Trainer Markus Kübler die positive Seite des Ergebnisses.

Gerechtes Ergebnis Keine Frage aber, das dem Coach die Sicherung des Relegationsplatzes beim Heim-Saisonabschluss sehr viel lieber gewesen wäre. Doch das Unentschieden war ein gerechtes Ergebnis. "Die Abwehrleistung war in Ordnung, 24 Gegentore sind ein guter Wert. Aber im Angriff waren wir nicht beweglich genug", analysierte Kübler. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht", räumte Thorsten Salzer ein.

Stimmt beides. Zu Spielbeginn war den Gastgebern die dreiwöchige Spielpause anzumerken, die Abläufe funktionierten nicht wie gewohnt. Da auch der SKV nicht gerade ein Angriffsfeuerwerk abbrannte, glänzten einzig die Keeper Nicolai Fasano und Nicolai Uhl. Nach elf Minuten stand es in der torarmen Begegnung gerade mal 2:2. "Wir wollten vor allem gut nach hinten arbeiten", sagte Herbinger. Das gelang. Die Rückraumhalben Florian Koch und Sebastian Sauerland waren im Angriff zwar Totalausfälle, dafür glänzte aber der alte Haudegen Oleg Deiko.

Auf Weinsberger Seite gefiel im Angriff uneingeschränkt nur Rechtsaußen Lukas Köder. Gerade von der Siebenmeterlinie war der Youngster einmal mehr eiskalt. Mit seinem erfolgreichen Strafwurf zum 23:21 in der 55. Minute schien der 18-Jährige die Zeichen auf Sieg zu stellen. Doch zwei Minuten vor Schluss brachte Manuel Koch den SKV wieder mit 24:23 in Führung. Daniel Frank rettete schließlich noch einen Punkt für den Favoriten.

Konstant unkonstant Gejubelt wurde aber nur bei den Gästen − abgesehen von dem am Saisonende scheidenden Coach. "Ich feiere innerlich", sagte Herbinger, als seine Spieler bereits die ersten Bierflaschen köpften. "Wir waren die Wundertüte der Liga. Konstant bei uns war nur die Unkonstante", freute sich der frühere Weinsberger Sauerland, der abschließend zugab: "Hätte ich am Ende auf dem Feld gestanden, hätte ich drei Sekunden vor Schluss auf jeden Fall noch aufs Tor geworfen."

TSV Weinsberg: Fasano, Hirschmann (Tor) - Salzer (2), Vollert (2), Auer, W. Kroll (3), Nentwich (3), Henninger (2), Blessing, Landenberger (n.e.), Frank (4), Schöbinger (n.e.), Köder (6/4), R. Kroll (2/1).

SKV Oberstenfeld: Uhl, Heidecker (Tor) - M. Koch (5/2), Schmid, Goller, F. Koch, Trampusch (2), Cakar, Deiko (8), Tudisco, Nandelstaedt (4), Kavaklioglu, Selcho (4), Sauerland (1).

Siebenmeter: TSV 6/5; SKV 3/2.

Zeitstrafen: 1/3.

5-Minuten-Ticker: 1:0, 2:1, 5:3, 8:6, 8:8, 10:12 (HZ). 13:14, 17:16, 19:17, 20:20, 23:22 u. 24:24.

Quelle: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.stimme.de