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23.5.2012 | 18:40

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MZ-Presse:"SKV Oberstenfeld scheitert in der vierten Pokalrunde"

09.02.2012 10:33 Alter: 104 Tage
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Tanja Schaaf - Marbacher Zeitung

Die Oberstenfelder Landesliga-Handballer müssen sich in einem laut Trainer „typischen Dienstagabend-Spiel“ dem Ligarivalen TSV Bönnigheim mit 23:27 (13:12) geschlagen geben. Die Entscheidung fällt in den letzten fünf Minuten.

Eine mittelmäßige Leistung reichte dem SKV Oberstenfeld am Dienstagabend gegen den Landesliga-Konkurrenten TSV Bönnigheim in der heimischen Sporthalle in den Bäderwiesen nicht. Mit einer 23:27-Niederlage verabschieden sich die SKV-Akteure in der vierten Runde aus dem Bezirkspokal und verpassen so den Einzug in das Final Four.

„Das war ein typisches Dienstagabend-Spiel, das halt so dahingeplätschert ist“, urteilte SKV-Coach Frank Ridiger nach Spielende und traf damit ziemlich genau auf den Punkt. Nahezu geistesabwesend gingen beide Teams zunächst in die Partie. Etliche technische Fehler, bedingt durch simple Unaufmerksamkeiten, prägten das Spiel. In der 2. Minute brachte Manuel Koch die Grün-Weißen zwar mit einem Wurf aus dem rechten Rückraum mit 1:0 in Führung, der Ausgleich folgte aber auf dem Fuß. Bönnigheims hochgewachsener Kreisläufer Lucas Vogelmann fand eine Lücke in der SKV-Defensive und erzielte das schnelle 1:1. In der Folge versuchten es auch die Gastgeber konsequent über den Kreis. Zweimal fanden die Anspiele von Spielmacher Edgar Gneiding bei Kreisläufer Max Trampusch auch ihr Ziel. Dem gegenüber standen aber zahlreiche Fehlpässe an den Kreis, die die Bönnigheimer Abwehr abfangen konnte und für Zweite-Welle-Versuche nutzte. Weil es aber auch beim TSV Bönnigheim zunächst nur bei Versuchen blieb, gelang es bis zur Halbzeitpause keiner der Mannschaften sich entscheidend abzusetzen.

Beim 6:4 in der 12. Minute hatte der SKV die Nase vorn, weil den Gästen unmittelbar zuvor im Angriff weder das Auflösen auf zwei Kreisläufer gelingen wollte, noch das Sperre-Absetzen-Spiel. Zwei Minuten später hatte der TSV aber bereits zum 6:6 ausgeglichen, weil ein langer Pass auf Linksaußen Patrik Kavaklioglu im Aus landete und Oleg Deiko der Ball im darauffolgenden Angriff durch die Finger rutschte.

Auf beiden Seiten war es an diesem Tag weniger das clevere Herausspielen der eigenen Chancen als viel eher das Profitieren aus den einfachen Fehlern des Gegners, die den gewünschten Torerfolg brachten. Erst als der SKV seine Abwehr auf ein 5:1-System umstellte, in der Alexander Schmid vorgezogen agierte, gelang es den Hausherren ,einen 8:10-Rückstand (21.) bis zur Pause in eine knappe 13:12-Führung zu drehen.

Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten die Grün-Weißen: Max Trampusch vom Kreis, Patrik Kavaklioglu via Tempogegenstoß und Edgar Gneiding mit einer schönen Einzelaktion auf der Mitte brachten den SKV innerhalb von neun Minuten erstmals mit drei Toren in Führung (16:13). Dann allerdings schlichen sich wieder zu viele Fehler ins Spiel der Oberstenfelder. „Wir haben es eben verpasst, in den wichtigen Phasen dran zu bleiben“, analysierte Trainer Frank Ridiger. Obwohl Nicolai Fasano im SKV-Kasten alles versuchte, um Schlimmeres zu vermeiden – bis zur 48. Minute hatte sich der TSV Tor für Tor wieder herangekämpft (18:18).

Zum ersten Mal in der zweiten Hälfte geriet der SKV dann beim unmittelbar folgenden 18:19 in Rückstand (49.). Bis fünf Minuten vor dem Spielende konnten die Gastgeber noch mithalten (22:22). Dann setzte Halblinks Sven Fröhlich seinen Wurf neben das gegnerische Tor und Max Trampusch traf vom Kreis nur den Pfosten. Bönnigheim zog auf 22:24 davon, und auch die Auszeit von Ridiger in der 58. Minute brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Der SKV musste sich mit 23:27 geschlagen geben und hat nun die Gelegenheit, seine gesamten Kräfte auf die Meisterschaft zu konzentrieren.

„Beim Pokalspiel geht es nicht um alles. Die Priorität ist für uns ganz klar, am Spitzenreiter Ditzingen dran zu bleiben“, schätzt Coach Frank Ridiger das Ziel, den zweiten Platz in der Landesliga-Tabelle zu halten, weiterhin als reell ein, auch wenn er zugibt: „Sicher, wir treffen in der Rückrunde noch einmal auf Bönnigheim, und das wird auch bestimmt ein Schlüsselspiel werden. Es wäre mir also schon lieber gewesen, heute zu gewinnen“.