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MZ-Presse: "Handballfest, Festival und Zeltplatz in einem"

21.05.2013 01:18 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Handball, Handballturnier, Hauptverein

Von: Julia Spors - Marbacher Zeitung

Oberstenfeld - Wenn Feldspielerinnen zu Torhüterinnen werden, es beim kurzen Verschnaufen Bier anstatt Wasser gibt und sich die Auswechselspielerinnen in aller Seelenruhe sonnen anstatt angespannt auf der Auswechselbank zu sitzen – dann ist wieder Pfingstturnier in Oberstenfeld. Denn anders als bei sonstigen Turnieren steht hier Jahr für Jahr der Spaß im Vordergrund. Und das merkt man.

Entspannt ist die Atmosphäre auf dem Sportgelände am Samstagmittag, es herrscht fast schon Festivalcharakter. Auf der einen Seite des Platzes schallt „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg aus den Lautsprechern, auf der anderen Seite des Rasens liegen die Handballerinnen der SG Abstatt-Untergruppenbach-Schozach auf Isomatten in der Sonne und lassen sich bräunen. Das Spiel zwischen dem TSV Neusäß und den HSC 2000 Magdegurken plätschert eher so am Rande vor sich hin, auch wenn die zweite Mannschaft des TV Großbottwar ihre Vereinskameradinnen lautstark anfeuert und jedes Tor frenetisch bejubelt. Am Ende schlägt ein deutlicher 22:6-Sieg für die Bottwartälerinnen zu Buche. Eine Überraschung ist das nicht. Als Favorit ist das Team, das sich aus den ehemaligen B-Jugend-Spielerinnen der Deutschen Meistermannschaft von 2008 zusammensetzt, ins Rennen gegangen. „Die Mädels können hier ganz locker spielen“, meint Kornelia Baboi, die Großbottwarer Handball-Trainerin und schwingt sich kurz nach dem Spiel wieder auf ihr Rad. Die folgenden Partien schaut sie sich nicht mehr an. „Die Mädels machen das schon“, meint sie und fügt an: „Ich gehe davon aus, dass sie im Finale gegen die WSG Eningen-Pfullingen stehen.“ Damit soll sie Recht behalten.

Mit Theresa Müller im Tor, Torhüterin Tabea Kraft auf dem Feld und der ehemaligen TVG-Torschützenkönigin Lena Hoffmann als Anfeuerin holen sich die HSC 2000 Magdegurken nach einem spannenden Finale zum dritten Mal in Folge den Titel in Oberstenfeld. Die WSG Eningen-Pfullingen, der ärgste Konkurrent am Samstag, muss sich erneut mit Platz zwei begnügen. Auf Platz drei landet der TV Ettlingenweiler, der sich im Halbfinale gegen die SG Bottwartal durchsetzt.

Bei den Männern müssen die Teams aus dem Bottwartal am Sonntag bei den Finalspielen leider zuschauen. Im Viertelfinale ist diesmal Endstation für das Team des SKV Oberstenfeld gewesen, die zweite und dritte Mannschaft ist bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Im Finale stehen sich das Württembergliga-Team des TSV Zizishausen sowie der WC Stügar II gegenüber, müssen dann aber keine einzige Minute spielen. Denn passend zum Finale öffnet der Himmel seine Pforten. Die Teams einigen sich auf ein schnelles Siebenmeterschießen, das die Entscheidung bringen soll. In diesem behält der Württembergligist mit 4:3 die Oberhand und holt sich damit den Turniersieg. Damit lösen sie Vorjahressieger SKV Oberstenfeld ab. Das französische Team aus Aix le Bains wird Dritter, Vierter der HV Schöftland.

Highlight des Pfingstturniers ist aber wie auch schon in den Vorjahren der Freitagabend gewesen. Jeweils 20 Teams kämpften hier in der Offenen- sowie der Hobbyklasse um den Sieg. „Dass bei einem Hobbyturnier wirklich alle 40 Teams kommen, das ist selten“, meint Organisator Armin Schmid am Samstagmittag zufrieden und fügt an: „Das spricht für das Turnier.“ Denn selbst als die Flutlichtanlage auf dem Rasenplatz ausfiel und das Finale der Offenen Klasse kurzerhand auf den Hartplatz verlegt und um drei Minuten verkürzt werden musste, blieb die Stimmung bestens. Die Teams waren weiter voll bei der Sache. „Das war einfach ein perfekter Handball-Abend. Das Wetter hat gehalten und die Spiele waren zum Teil wirklich hochklassig“, resümiert Armin Schmid und blickt auch am Samstag dankend gen Himmel. Strahlend blau ist dieser – „genau so muss ein Handball-Turnier sein“, meint er.

Sieger in der Offenen Klasse wurde im Übrigen das Team von Conny Dachs. Das mit Oberliga-Spielern gespickte Team aus Zizishausen gewann im Finale gegen Vorjahressieger Germania Bottwartal mit 3:2. Hinter dem Namen Germania Bottwartal verbarg sich diesmal ein Mix aus Oberstenfelder, Großbottwarer und Beilsteiner Spielern. Mit dabei waren unter anderem: Heiko Busse, Damir Marjanovic, Edgar Gneiding, Max Trampusch, Manuel Koch und Sven Bühler. Dritter wurde das „MOLO-Team“ vor „Roter Baron“. In der Hobby-Klasse setzte sich das Herrenberger Team „Marc und seine Freude“ im Finale mit 10:9 gegen „Kraft und Friends“ durch. Auf Platz drei landete das „Team Stiegl“, hinter dem sich die Alten Damen des SKV Oberstenfeld verbargen.

Insgesamt wurden an den vier Tagen 290 Spiele ausgetragen – „damit ist dieses Handballturnier eines der größten Pfingstturniere im süddeutschen Raum“, berichtet Armin Schmid.