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MZ-Presse: "Derby ist ein ganz besonderes Spiel"

21.02.2014 09:54 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Lars Laucke - Marbacher Zeitung

Beilstein - Es ist eines der heißesten Derbys in der Handball-Württembergliga: Morgen Abend um 20 Uhr empfängt die SG Bottwartal den SKV Oberstenfeld in der Beilsteiner Langhanshalle.

Foto: avanti

Die Voraussetzungen sind dabei allerdings ziemlich unterschiedlich. Denn während die Gastgeber durch die überraschende Pleite am vergangenen Sonntag bei der SG BBM Bietigheim II von Platz eins auf drei abgerutscht sind und sich im Kampf um die Tabellenspitze eigentlich keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben können, hat der SKV sein Saisonziel eigentlich schon erreicht. Als Zehnter – punktgleich mit dem Siebten – ist der Klassenerhalt praktisch in trockenen Tüchern. So sagt Trainer Ralf Selcho, dass „wir uns mit guten Leistungen in den vergangenen Wochen und Monaten diese Situation erarbeitet haben und daher recht locker ins Spiel gehen können“. Er schiebt aber auch gleich hinterher: „Dennoch ist das natürlich ein Derby und damit ein ganz besonderes Spiel. Ich hoffe, dass wir unsere Leistung auf die Platte bringen können.“

Schon im Hinspiel war es heiß hergegangen. In der rappelvollen Oberstenfelder Bäderwiesenhalle hatten die dritte Zeitstrafe gegen SKV-Spielmacher Edgar Gneiding und die darauf folgende rote Karte gegen Florian Koch die Begegnung letztlich zu Gunsten der SG Bottwartal entschieden. „Man darf halt in so einem Spiel nicht überpacen“, meint Dennis Saur, Spielertrainer der SG Bottwartal, im Rückblick auf diese Szene. „Motivieren muss man in so einem Derby sicher niemanden.“ Genau hier sieht er den Knackpunkt der Niederlage in Bietigheim: „Ich will keinem unserer Spieler absprechen, dass er nicht gewinnen wollte. Aber die Bietigheimer waren einfach heißer als wir. Die Woche zuvor in Waiblingen war es genau umgekehrt.“ Woran das genau liegt, dafür hat Saur bislang keine Erklärung. „Vielleicht bin ich ja auch noch zu neu im Trainergeschäft“, räumt er ein.

Auf jeden Fall hat er „großen Respekt vor der SKV-Truppe. Die spielen seit Wochen sehr gut, vor allem die starke 6:0-Abwehr mit Torhüter Nikolai Uhl dahinter ist echt schwer zu knacken.“ Um eben jenen Nikolai Uhl macht sich Ralf Selcho aber etwas Sorgen: „Er lag – ebenso wie Florian Koch – unter der Woche mit Grippe im Bett.“ Doch Dennis Saur winkt ab: „Der Niko war am Donnerstag schon wieder bei der Arbeit.“ Er weiß das aus allererster Hand, denn Uhl und Saur sind Arbeitskollegen und zudem gut befreundet. Dass von der Leistung Uhls und seines Gegenüber Benjamin Krotz, Co-Spielertrainer der SG Bottwartal, viel abhängen wird, davon ist Ralf Selcho überzeugt: „Gerade in der Anfangsphase dürfen wir Krotz nicht warmschießen und müssen gut auswählen, welche Würfe wir nehmen.“ Umgekehrt gilt das für die SG-Offensive genauso. „Das Entscheidungsverhalten wird ein ganz wichtiger Faktor: Wann werfe ich, wann spiele ich den Ball weiter? Gegen so eine abwehrstarke Mannschaft wie Oberstenfeld gilt das umso mehr“, sagt Dennis Saur.

Etwas Sorgen bereitet dem 31-Jährigen seine eigene Gesundheit: „Ich schleife diese Erkältung schon seit Dezember mit mir rum. Mein Arzt ist schon angepisst, weil ich keine Antibiotika nehmen will. Aber so langsam muss ich das echt mal auskurieren.“ Damit auch der Rest des Teams diverse Blessuren schonen kann, wurde am Dienstag nicht trainiert. Lediglich Tobias Deuring hat sich erstmals nach seinem Bänderriss wieder mit dem Ball bewegt. „Er sagt, dass es ziemlich gut ging. Aber für Samstag wird es noch nicht reichen“, glaubt Saur. Andererseits ist das Derby SG Bottwartal gegen den SKV Oberstenfeld ja ein ganz besonderes Spiel.