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MZ-Presse: "TVM geht mit Hiobsbotschaft ins Derby" (Kopie 1)

17.10.2009 00:51 Alter: 10 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Christian Kempf - Marbacher Zeitung

Unterschiedlicher könnten die Vorzeichen vor dem Derby zwischen dem TV Mundelsheim und dem SKV Oberstenfeld am Sonntag (17 Uhr) kaum sein.

Hier der TVM, der nach nur einem Sieg aus vier Partien am Tabellenende herumkrebst und dessen Moral nach der deutlichen Niederlage zuletzt bei der HG Steinheim-Kleinbottwar im Keller sein dürfte. Da der SKV Oberstenfeld, der bislang jede Begegnung für sich entschieden und damit einen blitzsauberen Start in der Landesliga hingelegt hat. Dazu kommt, dass die Bottwartäler personell aus dem Vollen schöpfen können, während das Team aus der Weinbaugemeinde einen heftigen Nackenschlag verkraften muss: Philipp Tschürtz, der Top-Werfer der vergangenen Saison, zog sich in der Partie gegen Steinheim-Kleinbottwar einen Kreuzbandriss zu. "Das hat sich im Laufe der Woche herausgestellt", sagt Co-Trainer Jerome Staehle. "Er fällt die ganze Runde aus", ergänzt die rechte Hand von Coach Dominic Schaudt. "Das wünsche ich keinem, ist aber sicher kein Nachteil für uns", erklärt Rolf Fischer, Taktgeber des SKV Oberstenfeld. Gleichwohl warnt er davor, das Spiel vorzeitig als gewonnen abzuhaken.

Rolf Fischer ist sich nämlich sicher, dass sich der Kontrahent vom Sonntag bislang deutlich unter Wert verkauft hat. "Für mich gehören die Mundelsheimer ins obere Drittel der Tabelle", sagt er. Die Mannschaft verfüge über gute Spieler und sei sehr kampfstark. Zudem sei der TVM in der heimischen Käsberghalle dazu in der Lage, die Euphorie von den Rängen auf sein Spiel zu übertragen. In dieser Atmosphäre gelte es, "sich auf sich selbst zu konzentrieren" und das Drumherum auszublenden. Rolf Fischer ist optimistisch, dass genau das gelingt und seine Mannschaft am Ende mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antritt. Dabei vertraut er in erster Linie auf die bewährte 6:0-Deckung. Fakt sei überdies, dass seine Mannen in den ersten drei Begegnungen genügend Selbstvertrauen getankt haben.

Genau das fehlt derzeit den Mundelsheimern. "Das ist eine reine Kopfsache", erklärt Staehle den momentanen Negativlauf. Somit werde im Training versucht, den Spielern das Vertrauen in die eigene Stärke wieder einzuimpfen. Er ist jedenfalls optimistisch, dass die Trendwende schon morgen gelingt. "Wir haben schließlich nichts zu verlieren", sagt der Co-Trainer. Im Übrigen könnten bereits zwei oder drei gelungene Abschlüsse zu Beginn den Knoten zum Platzen bringen. Kopfzerbrechen bereitet ihm nichtsdestotrotz der Ausfall von Philipp Tschürtz. Die Konsequenz ist, dass die Positionen links und rechts im Rückraum nicht dauerhaft besetzt werden. Allrounder sollen sich abwechseln, um den Verlust zu kompensieren.

Sorgen ganz anderer Art hat Carsten Schmidmeister vom Ligakonkurrenten HG Steinheim-Kleinbottwar, der heute um 20Uhr die SG BBM Bietigheim III in der Riedhalle empfängt. Er fürchtet, dass seine Mannschaft den Tabellenletzten unterschätzt. Dieser habe aber einfach ein schweres Auftaktprogramm bewältigen müssen. Bietigheim zeichne ähnlich wie Mundelsheim der starke Rückraum mit Felix Lüth an der Spitze aus. Der eigenen Abwehr komme deshalb wohl die entscheidende Rolle zu. Falls diese so agiere wie zuletzt gegen den TVM, könnte es nach Ansicht von Carsten Schmidmeister zu einem Sieg reichen. Probleme bereitet ihm jedoch die dünne Spielerdecke. Hinter dem Einsatz von Holger Stich und Markus Klopfer steht noch ein Fragezeichen, sodass der HG nur noch zwölf Mann zur Verfügung stehen.