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MZ-Presse:"Ich möchte nicht einen Punkt mehr abgeben"

16.01.2010 12:08 Alter: 10 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Henning Maak - Marbacher Zeitung

Marc Grams steht mit dem SKV gegen TSF Ditzingen am Sonntag vor seiner Trainer-Premiere.

Nach außen hin wirkt Marc Grams völlig ruhig. "Eine gewisse Grundspannung ist da, aber ansonsten hat sich noch keine Nervosität eingestellt", erklärt er. Dabei hätte der 34-Jährige durchaus Grund dazu: Am Sonntag (17 Uhr) ist er erstmals als Trainer für die erste Mannschaft des SKV Oberstenfeld verantwortlich - in der Landesliga-Begegnung gegen die TSF Ditzingen.

Anfang des Jahres hat er den Job von Rolf Fischer übernommen, der aus persönlichen und familiären Gründen zurückgetreten ist. Der Auftrag für Marc Grams ist eindeutig: Mit so einer Mannschaft muss der Aufstieg in die Württembergliga gelingen. Diese Herausforderung nimmt der 34-Jährige an. "Ich will in der Rückrunde keinen einzigen Punkt mehr abgeben", erklärt er selbstbewusst - sofern nicht Verletzungen oder andere Unvorhersehbarkeiten dazwischen kommen.

Derzeit liegen die Grün-Weißen mit sechs Minuspunkten auf Rang zwei. Fünf Teams liefern sich einen Kampf um den Aufstieg - nur vier Zähler voneinander getrennt. Allerdings sind zwei der härtesten Oberstenfelder Konkurrenten schlecht aus der Winterpause gekommen: Tabellenführer SG Degmarn-Oedheim verlor zu Hause gegen die Neckarsulmer SU mit 28:31, der TSV Bönnigheim unterlag vorgestern beim TV Oppenweiler II mit 21:30.

Einen solchen Fehlstart will Grams gegen den Aufsteiger TSF Ditzingen am Sonntag im ersten Spiel des neuen Jahres unbedingt vermeiden - und zollt dem Gegner Respekt: "Das ist eine Mannschaft, die den Ball sicher laufen lässt und auf den Halbpositionen herausragende Werfer hat", sagt der Coach, der den Gegner beim 29:29 gegen den TV Oppenweiler II beobachtet hat. Die junge Ditzinger Mannschaft hat aus den vergangenen sieben Partien beachtliche 11:3 Punkte geholt und sich ins Mittelfeld der Landesligatabelle geschoben. Der deutliche 43:31-Hinspielerfolg des SKV ist daher am Sonntag kein Maßstab.

Marc Grams weiß jedoch um die Stärken des Teams - mit Akteuren wie Alexander Schmid, Michael Trefz, Max Trampusch und Oleg Deiko hat er selbst noch zusammen gespielt, ehe ein Achillessehnenriss die Karriere des ehemaligen Regionalligaakteurs beendete. Einen Trainerschein hat Grams nicht - der Respekt seiner Mannschaft ist ihm trotzdem sicher. "Ich war zu Regionalligazeiten die rechte Hand von Coach Michael Rill und habe das Training geleitet, wenn er nicht da war", sagt Grams. Erste Erfahrungen an der Seitenlinie hat er zudem als Coach der zweiten Mannschaft des SKV Oberstenfeld gemacht.

Den Schwerpunkt im Training hat Grams auf die Abwehrarbeit und den Tempogegenstoß gelegt. "In der Defensive muss man mehr im Team lösen, da habe ich andere Maßstäbe", sagt er. Der 34-Jährige ist Anhänger der alten Taktik-Regel: Spiele gewinnt man im Angriff, Meisterschaften in der Abwehr. "Man muss kein filigraner Techniker sein, um in der Abwehr kämpfen zu können", lautet das Credo von Grams.

Dabei helfen kann in der Rückrunde Michael Klenk, der nach einem Australienaufenthalt wieder zurück ist. Der Kreisläufer soll in der Abwehr im Innenblock agieren. "Michael Klenk hat an Körper- und Muskelmasse zugelegt", hat Grams festgestellt. Es habe sich ausgewirkt, dass er in Australien neben Handball auch Rugby gespielt habe.