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MZ-Presse: "Der SKV kommt mit blauem Auge davon"

22.04.2012 21:24 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Hauptverein, Männer 1

Von: Julia Spors - Marbacher Zetung

Die Landesliga-Handballer des SKV Oberstenfeld lassen im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Württembergliga vor allem in Hälfte zwei zahlreiche Chancen liegen. Am Ende steht dennoch ein verdienter 25:21-Erfolg der Hausherren.

Der erste Schritt in Richtung Aufstieg ist getan. Am Samstagabend gewannen die Landesliga-Handballer des SKV Oberstenfeld das Relegations-Hinspiel gegen die HSG Rietheim-Weilheim mit 25:21 (13:10). Ganz so einfach wie gedacht, war die Sache aber nicht. „Wir sind wirklich noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Rietheim hat sich viel stärker präsentiert, als ich erwartet hätte“, meinte SKV-Trainer Frank Ridiger nach dem Abpfiff und merkte gar an: „Das hätte auch Unentschieden ausgehen können.“ Vor allem mit der Angriffsleistung seiner Mannen haderte der Coach.

Denn: „25 Tore sind für uns zu wenig“, meinte Ridiger, der zusehen musste, wie sein Team vor allem in Halbzeit zwei zahlreiche Möglichkeiten ausließ. „Unsere Chancenverwertung war wirklich katastrophal“, meinte der Coach. Dabei konnte er zu Beginn noch ganz zufrieden sein. Zweimal Manuel Koch und einmal Patrick Kavaklioglu per Konter brachten die Hausherren mit 3:1 (5.) in Front. Danach erhöhten Max Trampusch und Edgar Gneiding per Siebenmeter auf 5:2 (10.). Die HSG vergab ihre Chancen im Gegenzug leichtfertig, nahm deshalb aber auch recht schnell eine Auszeit, die wirkte. Nun war es am SKV, die eigenen Möglichkeiten liegen zu lassen. Erst vergab Gneiding einen Siebenmeter, danach setzte er den Ball zweimal neben das Tor. Das nutzten die Gäste, um auf 5:4 (15.) heran zu kommen. Tobias Selcho, Manuel Koch und Patrik Kavaklioglu erhöhten mit ihren Toren zwar wieder auf 8:5 (20.), weiter absetzen konnte sich das Team aber nicht. „Wir haben es einfach verpasst, in solch entscheidenden Phasen, den Sack zu zumachen“, resümierte Ridiger, der sich beim 9:9 (26.) gezwungen sah, eine Auszeit zu nehmen. Nach dieser brachte er Marc Ihlefeldt, der zuletzt wegen einer Schulterverletzung passen musste. Der Linksaußen nahm sich sofort ein Herz, markierte erst ein Gegenstoßtor und dann auch nur kurz vor der Pause ein Treffer aus aussichtsloser Position zum 13:10-Halbzeitstand. Beste Voraussetzungen. Doch: Nach der Pause war das SKV-Spiel dann geprägt von Fehlern und zu vielen vergebenen Chancen.

Die HSG Rietheim-Weilheim nahm Manuel Koch und Edgar Gneiding per doppelter Manndeckung aus der Partie, hinzu kam, dass Gäste-Keeper Raphael Hagen einen Glanz-Tag erwischte. „So gut habe ich ihn noch nie gesehen“, meinte Frank Ridiger. So kam es, wie es kommen musste. Führte der SKV in der 40. Minute noch mit 17:14, lag er sechs Minuten später beim 17:18 (46.) bereits hinten. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich Oberstenfeld am Ende aber doch wieder dank einer funktionierenden 5:1-Abwehr etwas absetzen konnte. Zu einem größeren Polster, wie man erhofft hatte, reichte es aber nicht. „Dafür haben wir einfach zu viel verworfen“, sagte Ridiger, der fand: „Rietheim hat sich gut vorbereitet. Ich bin überrascht, wie das Team aufgetreten ist.“

Am kommenden Samstag wartet nun der zweite heiße Kampf auf das Oberstenfelder Team. Gewinnt der SKV dort oder verliert mit weniger als vier Toren Unterschied, dann ist der Aufstieg perfekt. „Leicht wird es nicht, wie man heute gesehen hat. Aber sie müssen erstmal unsere vier Tore schlagen“ , so Ridiger. Trockentücher für die Hände, um in der haftmittelfreien Halle zu bestehen, wurden bereits an alle Spieler verteilt.

SKV Oberstenfeld: Fasano, Neigel – Koch (6/2), Schmid (1), Bütner, Ihlefeldt (2), Trampusch (6), Deiko (2), Gneiding (3/1), Kavaklioglu (3), Deseife (1), Selcho (1), Fröhlich.

Bilder zum Spiel